Heute beleuchten wir das Thema Hardware-Mengengerüst für den Schaltschrank. In diesem Artikel will ich Euch zeigen, wie Ihr mit meiner Kabelzugliste (Details im Artikel) die benötigte Hardware auszählen könnt. Wir fangen dabei mit allen Homematic IP wired Komponenten an. Im nächsten Step kümmern wir uns dann um die Sicherungen, Klemmleisten und weitere Kleinteile, die zusätzlich im Schaltschrank benötigt werden.

Zuordnung der Homematic IP wired Komponenten

Wenn Ihr für Eure Smart Home Planung meine Kabelzugliste genutzt habt, dann habt Ihr zu jedem Schaltbaren Verbraucher (Licht, Rollo und smarte Steckdosen) eine eigene Leitung eingeplant. Je nachdem, welcher Verbraucher geschaltet werden soll, sind die passenden Aktoren zugeordnet worden. Für ein Licht nutze ich einen Kanal des HmIPW-DRS8. Dieser kann pro Kanal 10A schalten. Für Steckdosen verwende ich den HmIPW-DRS4. Dieser kann max. 16A pro Kanal schalten. Für Jalousien und Rollos wird der HmIPW-DRBL4 genutzt.

Für die Zuordnung pflege ich daher in der entsprechenden Zeile zuerst das passende Modul. Nachdem jede Kabel einen entsprechenden Aktor erhalten hat, können die Kanäle zugeordnet werden.

Dazu nutze ich die Filterfunktion von Excel. Ich fange mit dem HmIPW-DRS8 an. Da dieser 8 individuelle Kanäle ansteuern kann, verteile ich die Verbraucher auf die verfügbaren Kanäle. Sobald 8 Kanäle voll sind, müssen wir ein zusätzlichen Aktor einplanen. Den ersten Aktoren beschrifte ich mit HmIPW-DRS8-1, den zweiten mit HmIPW-DRS8-2 usw..

Das gleichen vorgehen wende analog bei allen anderen Geräten an. Bitte denkt daran, dass die HmIPW-DRS4 und HmIPW-DRBL4 jeweils nur 4 Kanäle haben. Das gleiche Vorgehen wenden wir bei den Eingängen an. Hier können auf den HmIPW-DRI32 32 Taster oder Fensterkontakte gelegt werden.

Sobald wir alle Geräte belegt haben, können wir diesen eindeutige Bezeichnungen zuordnen, die sich dann später im Schaltschrank wiederfinden.

Auszählung der Komponenten in der Kabelzugliste

Nachdem alle Komponenten zugeordnet sind, können die Komponenten zusammengezählt und aufgelistet werden. Ich habe mir dazu eine kleine Formel in Excel gebaut, die dies für mich automatisch übernimmt. Alle benötigten Komponenten inkl. CCU, DRAP und Netzteil liste ich dann im oberen Bereich meiner Kabelzugliste auf.

Mit diesem Mengengerüst können wir dann zum nächsten Schritt der Schaltschrankplanung gehen und die Sicherungen und RCDs planen. Das Vorgehen hierfür zeige ich Euch im nächsten Beitrag.

Beispiel für den Einbau der Aktoren im Schaltschrank

Auf dem ersten Bild könnt Ihr die Homematic IP wired Geräte mit der entsprechenden Benennung sehen. Bei der Benennung fangen ich mit K0 an für das Netzteil (24V Phoenix Contact). K1 ist dann die Zentrale (RaspberryMatic oder piVCCU für die Hutschine). K2 ist dann das HmIPW-DRAP.

Ich fange bei der Zuordnung der Geräte gerne mit den DRI32 oder DRI16 Modulen an, da diese recht viele Kabel führen, die möglichst nah bei den LSA Klemmen liegen sollten um unnötige Kabelwege zu vermeiden.

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