Home Assistant Logo

Home Assistant – schon davon gehört? Eine Open Source Software, die sehr regelmäßig Updates erhält und eine große Community um sich hat. Fast jedes Smarte Produkt ist irgendwie integrierbar, und alles was integriert ist, lässt sich untereinander steuern. Auch wenn die Hardware von verschiedenen Herstellern kommt, vereint Home Assistant alle smarten Produkte im Haushalt und kann sie sogar für HomeKit und Sprachassistenten zur Verfügung stellen.

Ich war vor ca. zwei Jahren eigentlich auf der Suche, nach einer Software mit der ich meine Homematic IP Thermostate per Alexa steuern und die Temperatur herunterfahren kann, sobald wir das Haus verlassen. Zu dem, zugegeben sehr frühen, Zeitpunkt war „die neue Cloud“ in Homematic IP aber noch in keinem anderen Smart Home System eingebunden (FHEM, ioBroker, etc.). Home Assistant war eigentlich die einzige Möglichkeit und ich habe mich daher mit der Software auseinandergesetzt.

Nun, zwei Jahre später, habe ich damit unsere komplette Wohnung automatisiert und bin dabei, auch den Rest auf dem Grundstück nach und nach einzubinden. Ist ein smartes Gerät nicht in Home Assistant integrierbar (was extrem selten der Fall ist) kaufe ich es nicht. Ich prüfe inzwischen immer erst „Home Assistant *NEUES GERÄT*“ auf Google, bevor ich mich weiter informiere.

Derzeit sind bei mir z.B. folgende Geräte eingebunden und „vereint“:

  • Shelly als Relais/Dimmer/Rolladenaktor
  • Homematic IP als Heizungsthermostate Thermostate
  • Nuki als smartes Türschloss
  • Reolink Kamera für die Sicherheit
  • Hue Birnen (Zigbee)
  • Ubiquiti Netzwerktechnik
  • diverse Aqara Zigbee Geräte (per Conbee II Stick) wie z.B. Fensterkontakte und Bewegungsmelder
  • Velux Dachrolladen (per Velux KLF 200)
  • Tradfri (IKEA) Schalter (auch Zigbee)
  • Siemens Kaffeemaschine (HomeConnect)
  • Xiaomi Staubsaugerroboter
  • Onkyo AV Receiver
  • Sony Bravia TV
  • außerdem diverse iOS, Android, macOS und Windows Geräte

Daran lässt sich glaube ich schon gut erkennen, dass wirklich (fast) ALLES geht :-)

Aber fangen wir ganz vorne an:

Was ist Home Assistant?

Open Source, ohne Cloudzwang, ein Alleskönner.

So oder so ähnlich würde ich Antworten, wenn mich jemand nach Stichworten fragen würde.

Am einfachsten ist es jedoch, auf den Wikipedia-Artikel von Home Assistant zu verweisen. Ein kurzer Auszug:

Home Assistant ist eine kostenlose und quelloffene Software zur Hausautomation, die als zentrales Steuerungssystem in einem Smart Home oder Smart House konzipiert ist. Geschrieben in Python liegt ihr Hauptaugenmerk auf lokaler Steuerung und Privatsphäre.


… breites Spektrum an Geräteunterstützung und bietet im Dezember 2020 Unterstützung für über 1700 modulare Plug-ins mit Systemintegrationen zu verschiedenen IoT-Technologien, -Systemen und -Diensten, die als Integrationskomponenten verfügbar sind….


… basierend auf der Anzahl der aktiven Mitwirkenden in diesem Jahr, als zehntgrößtes Open-Source-Projekt auf GitHub gelistet. Das Projekt hatte im Jahr 2019 Beiträge von mehr als 63.000 Mitwirkenden. …

https://de.wikipedia.org/wiki/Home_Assistant

Integrierte Geräte und Systeme


Alle aufzulisten, hätte eine sehr lange Liste zur Folge.

Hier könnt ihr nachschauen, ob eure Geräte als Integration in Home Assistant verfügbar sind.

Außer den hier aufgeführten Integrationen gibt es allerdings auch noch zahlreiche Community Addons oder Plugins die noch in Entwicklung sind, aber bereits genutzt werden können.
So wie ich für meine Reolink Kamera zum Beispiel schon seit einiger Zeit diese Integration nutze: https://github.com/fwestenberg/reolink_dev

Sobald solche Community Addons nicht mehr im Entwicklungsstadium sind, werden diese auch voll in Home Assistant integriert. Dadurch sind, wie oben schon beschrieben, extrem viele Geräte in Home Assistant integrierbar, die Community ist riesig.

Home Assistant
Home Assistant Demo

Interessant für euch?

Dann schaut hier mal die Demos an (und durch, links gibt es eine Schaltfläche „nächste Demo“) https://demo.home-assistant.io/

Was brauche ich für Home Assistant?

Bei mir läuft die Software auf meinem NAS, da dies sowieso schon den ganzen Tag aktiv ist.

Wer (noch) keinen Heimserver hat, kann am einfachsten und günstigsten zu einem Raspberry Pi greifen. Benötigt werden nur der Raspberry Pi (ab Version 3) mit SD Karte und ein passendes Netzteil (wichtig!). Bitte nicht an einem USB Ladegerät betreiben, das System wird dadurch teilweise sehr instabil. Ein Gehäuse kommt aus dem 3D Drucker oder kann zugekauft werden. Komplettsets wie diese Raspberry Pi 4 Sets auf Amazon bieten sich zum Beispiel für Einsteiger an, die noch gar keine Hardware in Richtung Raspberry Pi verwenden.

Ansonsten beginnen wir in den nächsten Tagen hier im Blog mit einem Einsteiger-Tutorial zur Installation von Home Assistant. Auch in Zukunft werden Home Assistant Tutorials folgen.

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11 Kommentare
  1. Avatar
    Marius sagte:

    Toller Artikel und klasse, dass du/ ihr da weiter zu schreiben werdet! :-)
    Eine Verständnisfrage:
    Wie automatisiert man denn in HomeAssistant die Heizung (H-IP-Thermostate) möglichst einfach mit (über das Dashboard editierbaren) Zeitplänen? Finde dazu konkret leider nix, obwohl das doch quasi Funktionsstandard ist. In der Homematic-IP-App erfreut man sich ja dazu schöner Einstellmöglichkeiten.

    Freue mich auf eure Artikelserie!

    Viele Grüße
    Marius

    Antworten
    • Tobias
      Tobias sagte:

      danke :)
      du kannst automations anlegen, also automatische abläufe. diese natürlich auch nach bestimmten uhrzeiten, etc.
      ich habe das beispielsweise genutzt, um die thermostate dann hochzufahren, wenn mindestens eine person zu hause ist. sobald keine person mehr zu hause ist und 30min vergangen sind (kurz zum bäcker ist damit machbar, ohne dass es zu hause kalt wird) schaltet die heizung runter auf 17 grad.

      Antworten
  2. Avatar
    Markus sagte:

    Sieht nach einer sehr interessanten Plattform aus. Super Beitrag

    Ich bin neu und gerade erst mit dem Thema Smart Home etc. angefangen. EIn Bekannter hat mir Homematic IP mit der CCU3 empfohlen plus eine Drittanbieter App zu Steuerung.

    Wäre es mit „Home Assistant“ eigentlich möglich, die CCU3 komplett weg zulassen? Sprich, die Homematic IP Geräte direkt an Home Assistant anzubinden (Per RF-USB-Stick) und diese dann mit der Home Assistant App zu steuern?
    Oder wird die CCU3 trotzdem noch benötigt, wenn ich Home Assistant einsetzen möchte?

    Antworten
      • Avatar
        Markus sagte:

        ah okay. Vielen Dank.

        Mir geht es aktuell vorrangig um die Anbindung von LIcht- und Rollädenschaltern.
        Ich habe gesehen, das du auch schon ein Smart Home mit Shelly umgesetzt hast.

        Diese sind vom Preis her deutlich günstiger wie Homematic IP und eine Anbindung an Home Assistant ist ja auch möglich.

        Machst du bei dir einen Mischbetrieb zwischen Shellys und HomeMatic IP, die du dann an Home Assistant anbindest und über HA zentrall steuerst?

        Antworten
        • Tobias
          Tobias sagte:

          genau.
          ich nutze Homematic IP Heizungsthermostate, Shelly für die Rollläden und Aqara (Zigbee Technik) Fensterkontakte. Mit Home Assistant lässt sich das alles mischen, ich kann die HM IP Thermostate runterfahren wenn die Aqara Fensterkontakte offen sind oder in dem Fall auch die Shelly Rolläden nicht herunterfahren, solange ein Fenster geöffnet ist. Mit Home Assistant lässt sich so ziemlich alles realisieren, sobald die Geräte dort integriert sind.
          Ich öffne die Rollläden beispielsweise auch automatisch jeden Morgen individuell zur Uhrzeit vom Sonnenaufgang – Spielerei :)

          Antworten
    • Avatar
      Lars Westphal sagte:

      ja gibt es, das stichwort ist hier das raspberry maitc addon für Home assistant von Jens maus
      läuft mit dem stick wie ne 1

      Antworten
      • Avatar
        Thomas König sagte:

        Hallo, funktioniert das addon dann „nur“ mit dem RF-USB-Stick oder auch mit der RPI-RF-MOD in Kombination mit dem Lan oder USB Board?

        Antworten
  3. Avatar
    Murmel sagte:

    Das ist genau, was ich mir wünschte. Eine Plattform und fast alles scheint darauf zu laufen ohne rumgebastel.
    Wird sofort begonnen umzusetzen.
    Danke für Dein Artikel

    Antworten
  4. Avatar
    Anne sagte:

    Kann ich nur unterstreichen. Verstehe gar nicht, wie man sich überhaupt noch mit iobroker, fhem, Mediola und Co rumärgert. Home Assistant ist top und vereint Integration mit top anpassbaren UI.

    Antworten
  5. Avatar
    Meistermolli sagte:

    Danke für den Beitrag. Lese mit Interesse die folgenden dazu. Gerne auch die Einbindung ins HomeKit berücksichtigen.

    Antworten

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