Durch die neuen EU-Gesetze verschwinden nach und nach die herkömmlichen Glühbirnen mit Wolfram-Faden. Das ist auf der einen Seite eine Sinnvolle Sache, doch müssen auch gute und bezahlbare Alternativen geschaffen werden. Die anfänglich auf dem Markt zu findenden LED-Leuchtmittel waren von einer echten Alternative zu Glühbirnen oder Halogenleuchten weit entfernt. Die Lichtverteilung, die Lebensdauer und der Farbtemperatur Drift waren grottig, sodass ich diese bei mir nicht eingesetzt habe.

Philips LED

Bei herkömmlichen Glühbirnen war auch das Dimmen kein Problem. Bauartbedingt sank auch die Farbtemperatur normaler Lampen auf ca. 2200 Kelvin. Das für uns Menschen als sehr angenehm wahrgenommen Licht in diesem Bericht konnten viele LED-Leuchtmittel nicht nachbilden. So kamen LEDs lange Zeit auch bei einem Dimmerbetrieb nicht in Frage. Außerdem gab es noch das Problem, dass nicht jeder Dimmer von LEDs unterstützt wird. So gibt es Phasenanschnitt- und abschnittdimmer. LEDs reagieren auch hierauf teilweise sehr empfindlich, auf den meisten Verpackungen ist nicht klar beschrieben, welche Dimmer unterstützt wird und welcher nicht.

Auch fangen manche LEDs an zu flackern oder können nur Stufenweise gedimmt werden. Manche Leuchtmittel gehen bei einer gewissen Einstellung einfach aus. Diese Probleme gab es mit der guten alten Glühbirne nicht. Um Euch hier ein wenig behilflich zu sein, habe ich mir unterschiedliche LED-Leuchtmittel angeschaut.

 

Für mich gibt es zwei Favoriten. Das hat folgenden Hintergrund. Ich benutze bei mir in der Wohnung Homematic Unterputzdimmer (Phasenabschnitt). Bevor ich auf die LED Variante umgestiegen bin, war dort eine normale Glühlampe verbaut, diese habe ich zuerst gegen eine Philips warm glow getauscht.

Philips LED 2

Die Philips LED ersetzt einen 60 Watt Glühbirne und macht ein wirklich schönes, gleichmäßiges Licht. Beim dimmen wird die Lichtfarbe sehr schön warm und man hat das Gefühl, dass es sich bei dem Leuchtmittel um eine klassische Glühbirne handelt. Es flackert nichts und es sind auch keine Rampen zu erkennen. Die Lichtverteilung ist sehr gut, es entstehen keine Dots oder heller Regionen.

Doch der große Nachteil der Philips LED ist, dass diese nie ganz ausgeht. Das liegt aber eher an meinem Dimmer, hier fließt noch ein gewisser Strom über den Stützkondensator vom Homematic Gerät. Dieses Problem konnte ich bei mir nur beheben, indem ich mehrere Leuchtmittel des gleichen Typs am Dimmer betreibe. Doch bei meiner Lampe ist das leider nicht möglich.

Die LED von Philips an sich ist echt spitze, Ihr sollte allerdings darauf achte, dass Ihr die dimmbare-Version nehmt (falls Ihr dimmen wollt). Die LED gibt es in unterschiedlichen Leistungsklassen 60 Watt und 40 Watt, wobei ich nur die LEDs mit E27 Fassung getestet habe. Die kleineren Fassungen werden aber gleiche Eigenschaften aufweisen.

Philips LED 3

Doch zu meinem Problem zurück, um bei 0% am Dimmer auch wirklich kein Leuchten mehr zu haben, habe ich eine weitere LED getestet, die 2. LED kommt aus dem Hause Ledon, diese ist etwas heller (bei 100%) als die Philips, bietet ebenfalls ein gutes Lichtbild und auch die Farbtemperatur kommt nah an eine Glühbirne heran. Doch beim Dimmen hat die Philips ganz klar die Nase vorn. Hier wird die Farbtemperatur eines klassischen Leuchtmittels wesentlich besser nachgebildet.

Fazit: Wer eine Glühbirne durch eine LED ersetzen will, sollte zur Philips warm glow greifen. Das Problem bisher ist einfach, dass es keinen Standard zwischen den Dimmern und den Leuchtmitteln gibt. Hier müsste dafür gesorgt werden, dass klare Angaben auf beiden Produkten gemacht werden, für welchen Dimmer welche LED geeignet ist. Selbst auf der Philips LED Verpackung ist nicht exakt genannt, ob die LED mit einen Phasenanschnittsdimmer oder einem Abschnittdimmer arbeiten kann. Im Zweifel einfach bestellen und falls die LED nicht funktioniert wieder in den Retour geben. Das ist leider der aktuelle Stand. Ich hoffe hier wird in Zukunft seitens der Hersteller ein einheitlicher Standard geschaffen.

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4 Kommentare
  1. Andreas sagte:

    Hallo Sebastian, für das nicht vollständige Ausschalten sind
    1. der Funkentstörkondensator (mit in Reihe geschaltetem Widerstand oder Spule) parallel zum Triac. und
    2. im Fall eines elektronischen Tastdimmers der Vorschaltkondensator zur Versorgung der Dimmerelektronik verantwortlich.
    Werte bis zu 47 nF werden von der Warm Glow toleriert. Bei der Normalglühlampe ist der Widerstand der Glühwendel niedrig genug, so dass der Kondensatorstrom keinen nennenswerten Leistungsumsatz in der Lampe hervorruft.
    Wenn man am Dimmer nichts ändern kann, könnte eine zur LED-Lampe parallel geschaltete Reihenschaltung aus Kondensator und (Strombegrenzungs-)Widerstand Abhilfe schaffen. Das habe ich aber nicht getestet. Ich habe meine Tastdimmer umgebaut (Entstörkondensator 47 nF und Versorgung der Elektronik nicht über die Lampe, sondern über zusätzlichen Anschluss zum Neutralleiter.

    Antworten
    • Sebastian
      Sebastian sagte:

      Hallo Jim, leider nein. Das liegt wohl am Kondensator der verbaut ist. Hier fließt irgendwie immer ein kleiner Strom, dieser würde bei konventionellen Glühbirnen nicht stören, da der Innenwiderstand der Glühwendel zu hoch ist, doch bei der LED ist dies nicht der Fall. Mit dem Ledon Leuchtmittel funktioniert es aber. Anscheinend ist hier der Innenwiderstand höher.

      Antworten

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