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Intelligenz durch Differenz – 2-fach-Temperatursensor HmIP-STE2-PCB

In Anlehnung an meinen letzten Artikel hier möchte ich euch heute einen HmIP-Sensor vorstellen, der solche Aufgaben auch in einer HmIP Installation umsetzen kann. Der Homematic-IP 2-fach-Temperatursensor HmIP-STE2-PCB nimmt nicht nur synchronisiert zwei Temperaturen an abgesetzten Fühlern auf, sondern er kann gleichzeitig intern die Differenz dieser beiden Sensoren ermitteln. Daher eignet sich dieses universelle Gerät nicht nur zur Ermittlung von Temperaturen an zwei unterschiedlichen Orten, es kann auch für Mess- und Steuerungsaufgaben genutzt werden, für die die Temperaturdifferenz entscheidend ist, beispielsweise für die Lüfter Steuerung, Beschattungsaufgaben, Heizungssysteme (Vor-/Rücklauf), Garten-/Gewächshäuser oder die Poolsteuerung.

Universell und energiesparend

Der Homematic IP 2-fach-Temperatursensor eignet sich als Gerät für Mess- und Steuerungsaufgaben gleich in mehrfacher Weise. Zum einen können Temperaturen synchronisiert gemessen werden, zum anderen kann aus dieser zeitlich genauen Messung intern eine Differenz gebildet und weiterverarbeitet werden. Dabei eignen sich die dem Bausatz beiliegenden NTC-Messfühler für einen weiten Temperaturbereich von -50 bis +105 °C. Für den Außeneinsatz kann das Gerät in eine als Zubehör erhältliche Spelsberg-Verbindungsdose Abox 040 eingebaut werden. Auch in der Spannungsversorgung ist das universelle Gerät anpassungsfähig. Zum einen kann es mit zwei Mignonzellen betrieben werden, zum anderen ist eine Dauerversorgung per 12 VAC/DC möglich, z. B. mit einem Netzteil. Ist das Gerät dauerversorgt, ist es immer erreichbar. In beiden Modi ist der 2-fach-Temperatursensor sehr stromsparend. Im Batteriebetrieb liegt der Stand-by-Verbrauch bei durchschnittlich 11 μA, bei Netzversorgung mit 12 V bei 350 μA. Ein Vorteil gegenüber dem Einsatz von zwei einzelnen Temperatursensoren ist neben dem synchronen Messen der beiden Temperaturen die oben erwähnte Sparsamkeit beim Energieverbrauch. Es fallen auch weniger Funktelegramme an, und gegenüber zwei separaten Temperatursensoren, bei denen in der Smart Home Zentrale für den Anwendungsfall eine Differenz ermittelt werden muss, wird diese hier schon vom Gerät mitgeliefert. Damit ist auch der Betrieb per Direktverknüpfung gewährleistet. Sie ist ohnehin ein wichtiger Vorteil bei Homematic IP, da selbst bei einem Ausfall der Zentrale die miteinander verknüpften Geräte weiter miteinander kommunizieren können. Die Temperaturen mit individuell festgelegten Schaltschwellen, sowie die Temperaturdifferenz können auf diese Weise direkt ausgewertet und an ein angeschlossenes Gerät mitgeteilt werden, aber natürlich auch über die Smart Home Zentralen abgerufen bzw. weiterverarbeitet werden. In der Weboberfläche der CCU2/CCU3 sind insgesamt vier Kanäle vorhanden
(Screenshots).

Universeller Einsatz

Mit seinen vielfältigen Eigenschaften hinsichtlich der Temperaturmessung kann der Homematic IP 2-fach-Temperatursensor für diverse Aufgaben genutzt werden. Sei es das klassische Messen von zwei Temperaturen an unterschiedlichen Orten, das Messen oder die Steuerung von Vor- und Rücklauf in Heizungssystemen, das Ermitteln von Temperaturen als Sonnenintensitätssensor bei Beschattungsaufgaben, die Poolsteuerung oder die Steuerung für vom Kaminofen erzeugte Wärme. Auch für Garten-/Gewächshäuser oder Ferienwohnungen ist eine Differenzmessung

(Beispiel: Außen-/Innentemperatur) als Anwendungsfall vorstellbar, und im Sommer kann man in Verbindung mit Schaltsteckdosen die nächtliche Kühle zur automatischen Steuerung von Ventilatoren, die frische Außenluft zuführen, nutzen.

Highlights

  • Nimmt synchron zwei Temperaturen an zwei abgesetzten Fühlern auf und gibt die Werte per Funk an das Smart Home weiter;
  • Ermittelt die Differenz der beiden gemessenen Temperaturen;
  • NTC-Messfühler für weitem Temperaturmessbereich (-50 bis +105 °C);
  • Ausseneinsatz: passt in Spelsberg-Verbindungsdose Abox 040;
  • Spannungsversorgung über zwei Mignonzellen oder über eine 12-VAC/DC-Dauerspannung möglich.

Anwendungsbeispiele

  • Messung oder Steuerung von Vor- und Rücklauf in Heizungssystemen;
  • Ermitteln von Temperaturen als Sonnenintensitats Sensor bei Beschattungsaufgaben;
  • Poolsteuerung;
  • Steuerung für vom Kaminofen erzeugte Wärme;
  • Garten-/Gewächshauser (Beispiel: Aussen-/Innentemperatur).

Technische Daten

Bausatz, aber keine Angst

Bei diesem Sensor handelt es sich um einen Bausatz. Dieser stellt aber auch für Interessenten ohne Löterfahrung kein Problem dar, denn es muss nichts gelötet werden. Der Bausatz wird bis auf wenige Montagearbeiten weitgehend vorgefertigt geliefert.

Stückliste:

  • 1x Platine
  • 2x Temperatursensoren
  • 3x Antennenhalter
  • 2x Schrauben für Platinen Montage
  • 2x Kabelbinder für Sensoren und Zuleitungsfixierung
  • Unterlagen (Bau- und Bedienungsanleitung, Konformitätserklärung)

Montageschritte

Auf den folgenden Screenshot seht ihr die einzelnen Schritte, welche durchzuführen sind, um diesen Sensor in Betrieb zu nehmen. Quelle für die Informationen und Bilder ist ELV.

  • Bild 01 – Der komplette Lieferumfang des Bausatzes inklusive Befestigungsmaterial;
  • Bild 02 – Montage der Antennenhalter;
  • Bild 03 – Die Antenne wird durch die oberen Löcher der Antennenhalter gesteckt;
  • Bild 04 – Auftrennen und Abisolieren der Zwillingskabel am Ende;
  • Bild 05 – Montage der Kabelbinder (hier mit optional erhältlicher Abox 040);
  • Bild 06 – Durchführen der Temperatursensoren-Kabel und Montage in den Anschlussklemmen;
  • Bild 07 – Fertig montierter 2-fach-Temperatursensor in der als Zubehör erhältlichen Abox 040.

Fazit

Der Zusammenbau des Sensors geht schnell und problemlos von der Hand. Genau wie das Anlernen bzw. Vornehmen der Einstellungen für die diversen Kanäle. Mit der Abox 40 kann der Sensor ohne Bedenken auch im Aussenbereich verwenden, womit sich weitere Anwendungsmöglichkeiten ergeben. Ebenso ist die Option unterschiedliche Stromversorgungen zu verwenden (Batterien oder Netzteil), kann auch hier je nach Anwendung frei entschieden werden. In allen Temperatur Sensoren steht in der Bedienungsanleitung, dass die externen Sensoren nicht für den dauerhaften Unterwasser Einsatz geeignet sind.

Auf eigenes Risiko habe ich das jedoch mal ignoriert und zwei Sensoren seit knapp sechs Monaten im Wasser versenkt. Bisher funktioniert der Sensor noch einwandfrei und liefert die Temperaturen regelmäßig an die Zentrale. Ich bin dieses Risiko aufgrund der Tatsache eingegangen, das es für den Betrag von 2,95€ den eigentlichen Temperatursensor 103AT-2B mit Kabel (MAS10401) als Ersatzteil zu kaufen gibt. Der Fall ist zwar noch nicht eingetreten, aber ich habe mir mal zwei davon auf Lager gelegt um flott reagieren zu können.

Trotzdem weiße ich ausdrücklich darauf hin, das es sich hierbei nicht um eine Empfehlung meinerseits handelt! Wenn ihr das ebenfalls macht, geschieht dies auf eigenes Risiko!

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2 Kommentare
  1. Rudi
    Rudi sagte:

    Dem kann ich nur zustimmen. Die Zentrale schafft es nicht, das Gerät aufzuwecken und somit Daten zu übertragen. Das geht nur, wenn man den Konfig-Taster am Gerät drückt. Das reicht aber nicht, um ein vollständiges Update zu übertragen. Die Firmware ist buggy, sehr schade, dass man sowas auf den Markt wirft.

    Antworten
  2. Robert Hippeli
    Robert Hippeli sagte:

    Das dies ein tolles Teil ist und extrem flexibel einsetzbar ist kann ich auch nur bestätigen. Wenn dann aber ein Update ansteht, entpuppt sich der HmIP-STE2-PCP als kleines Gruselmonster. Ich mach nun schon über 4 Wochen erfolglos damit rum, davon schon 16 Tage am Stück ohne Unterbrechung. Vielen Leidensgenossen im CCU-Forum geht es auch so und in Leer meint man dies seih aber ganz normal

    Antworten

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